Wie viele Mitarbeitende, intern wie extern, benötigen Sie, um Ihr Arbeitspensum in der kommenden Woche oder im nächsten Monat zuverlässig abzudecken? Welche Qualifikationen sind erforderlich, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen eingehalten werden und wie lassen sich Produktivität und Kosten in Einklang bringen?
Diese Fragen stehen im Zentrum des Workforce Managements (WFM). Ziel ist es, Arbeit, Zeit und verfügbare Ressourcen so zu planen und zu steuern, dass Unternehmen handlungsfähig bleiben, auch in Zeiten schwankender Nachfrage. Dabei spielt die gesamte Belegschaft (Total Workforce) - sowohl für interne als auch externe Mitarbeitende - eine immer wichtigere Rolle.
Workforce Management: Die Grundlagen
Workforce Management ist kein neues Konzept. Bereits seit den 1980er-Jahren beschäftigen sich Unternehmen damit, Arbeitskräfte effizienter zu planen und Prozesse besser zu organisieren. Im heutigen digitalen Arbeitsumfeld hat WFM jedoch eine neue Dimension erreicht.
Neben festangestellten Mitarbeitenden werden zunehmend externe Arbeitskräfte eingebunden, beispielsweise über Arbeitnehmerüberlassung, projektbezogene Einsätze oder spezialisierte Dienstleister. Dadurch steigt die Komplexität der Personalsteuerung erheblich.
Ein modernes Workforce Management muss daher mehrere Dimensionen gleichzeitig berücksichtigen:
- Kapazitäten und Einsatzplanung über unterschiedliche Beschäftigungsformen hinweg
- Qualifikationen und Verfügbarkeiten von internen und externen Arbeitskräften
- Rechtliche und tarifliche Anforderungen, insbesondere bei Zeitarbeit
- Kostenkontrolle und Produktivität
Warum Zeitarbeit ein zentraler Bestandteil von WFM ist
Zeitarbeit ermöglicht Unternehmen, flexibel auf Auftragsschwankungen, saisonale Peaks oder kurzfristige Ausfälle zu reagieren. Gleichzeitig stellt sie besondere Anforderungen an Planung, Steuerung und Compliance.
Im Kontext des Workforce Managements bedeutet das:
- Temporäres Personal, z. B. Zeitarbeitskräfte, müssen rechtssicher eingesetzt werden
- Einsätze, Laufzeiten und Konditionen müssen transparent nachvollziehbar sein
- HR, Einkauf und Fachbereiche müssen koordiniert zusammenarbeiten
Ohne klare Prozesse und geeignete digitale Unterstützung wird Zeitarbeit schnell zu einem organisatorischen und administrativen Risiko.
Ziele und Vorteile eines integrierten Workforce Managements
Ein ganzheitlicher WFM-Ansatz, der sowohl interne Mitarbeitende als auch Zeitarbeitskräfte einbezieht, schafft messbare Vorteile:
- Bessere Planungssicherheit durch realistische Kapazitäts- und Bedarfsplanung
- Höhere Effizienz, da Ressourcen gezielter eingesetzt werden
- Mehr Flexibilität bei kurzfristigen Änderungen
- Kostenkontrolle, durch Vermeidung von Über- oder Unterbesetzung
- Rechtssicherheit, insbesondere beim Einsatz externer Arbeitskräfte
Gleichzeitig profitieren auch Mitarbeitende und externe Kräfte von klareren Einsatzplänen und besserer Transparenz.
Digitale Unterstützung im Workforce Management
Die manuelle Steuerung gemischter Belegschaften ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Moderne digitale Lösungen unterstützen Unternehmen dabei, Workforce Management strukturiert und skalierbar umzusetzen.
Während klassische WFM-Systeme häufig auf interne Mitarbeitende fokussiert sind, braucht es für Zeitarbeit und Fremdpersonal spezialisierte Ansätze. Genau hier setzen Plattformen an, die Transparenz über Einsätze, Verträge, Kosten und Compliance schaffen.
Für Unternehmen bedeutet das:
- weniger administrativer Aufwand
- bessere Entscheidungsgrundlagen
- klare Verantwortlichkeiten
Workforce Management aus Sicht von Pactos
Bei Pactos beschäftigen wir uns täglich mit der Frage, wie Unternehmen externe Arbeitskräfte, insbesondere im Rahmen der Zeitarbeit, strukturiert, transparent und regelkonform steuern können.
Ein effektives Workforce Management endet nicht bei der Planung, sondern umfasst den gesamten Lebenszyklus externer Arbeitskräfte: von der Auswahl der passenden Vertragsform über den Einsatz bis hin zur Dokumentation und Auswertung.
Unser Anspruch ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Zeitarbeit als festen und kontrollierten Bestandteil ihrer Workforce-Strategie zu etablieren, nicht als Notlösung, sondern als bewusst gesteuertes Instrument.
Fazit
Workforce Management ist heute weit mehr als Einsatzplanung. Es ist ein strategischer Ansatz, um interne und externe Arbeitskräfte sinnvoll zu kombinieren, flexibel zu bleiben und gleichzeitig Kontrolle und Compliance sicherzustellen.
Gerade die Zeitarbeit zeigt, wie wichtig strukturierte Prozesse und digitale Unterstützung sind. Wer Workforce Management ganzheitlich denkt, schafft die Grundlage für Stabilität, Effizienz und nachhaltiges Wachstum.



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